Hornhautstabilisierung
durch Hornhaut-Ringsegmente

     

Irreguläre Hornhautverkrümmung (z.B. Keratokonus)
Eine irreguläre Hornhautverkrümmung kann durch Krankheit oder Unfall entstehen – die Hornhaut ist wellig und unregelmässig. Auch eine Gewebeveränderung (Keratokonus) kann dazu führen, dass Ihre Sicht verschwommen oder verzerrt ist, da es oft zu einer progressiven Vorwölbung der Hornhaut kommt. Die Sehkraft kann sich mit der Zeit massiv verschlechtern und die Vorwölbung kann die Hornhaut immer dünner machen – sie könnte im Extremfall vernarben oder sogar durchbrechen. Um eine Hornhauttransplation zu vermeiden, kann durch eine chirurgische Hornhautstabilisierung eine irreguläre Hornhautverkrümmung in den meisten Fällen stark vermindert und stabilisiert werden. Durch ebensolche Massnahmen kann die Hornhautoberfläche wieder symmetrischer (regelmässiger) gemacht werden. Dazu gibt es zwei Verfahren:

- Implantation von Kera-Ringen
- Hornhautvernetzung (Crosslinking)

Kera-Ringe
Kera-Ringe – auch intracorneale Ringsegmente genannt - sind Hornhautimplantate. Diese ermöglichen bei Personen, welche an irregulärer Hornhautverkrümmung (z.B. dem Keratokonus) leiden, die Hornhaut weitgehend zu stabilisieren. Die Hornhautoberfläche kann durch diese Behandlung wieder symmetrischer gemacht werden, sodass sich die Sehkraft verbessern kann.

Um hornhautstabilisierende Kera-Ringe zu implantieren, werden zunächst mit dem Femtosekundenlaser, welcher auch bei der Laserkorrektur eingesetzt wird, ein oder wenn nötig zwei halbkreisförmige Kanäle in die Hornhaut präpariert. Danach werden die Kera-Ringe in die vorbereiteten Kanäle in der Hornhaut chirurgisch eingeschoben. Diese Ringe bewirken nun eine Spannung auf der Hornhaut, der zentrale Teil der Hornhaut flacht ab und korrigiert auf diese Weise die asymmetrische Hornhautverkrümmung. Nach der Implantation von Kera-Ringen besteht meistens eine gute Voraussetzung für eine weiterführende Massnahme zur Stabilisierung der Hornhaut, nämlich der Hornhautvernetzung (Crosslinking).

Eigenschaften von Kera-Ringen:
- gute Vorhersagbarkeit des Ergebnisses
- schnelle Rehabilitationszeit
- reversible Behandlung, die Ringe können chirurgisch entfernt werden
- Das Implantat-Material zeichnet sich durch seine optimale Gewebeverträglichkeit aus
- die Implantation von Kera-Ringen kann auch in Kombination einer Kunstlinsen-
Implantation kombiniert werden, um eine Fehlsichtigkeit (wie z.B. Kurzsichtigkeit)
auszugleichen (eine kombinierte Behandlung findet nicht gleichzeitig statt)
- Implantation von Kera-Ringen schafft beste Voraussetzungen für eine weiterführende
Behandlung: das Crosslinking

Welche Behandlungsart zur Hornhautstabilisierung für Sie die geeignetste ist, zeigt unsere detaillierte Voruntersuchung in unserem Augenzentrum in Freiburg. Weitere Informationen zum Operations-Hergang und der Heilphase nach der Behandlung finden Sie unter OP-Ablauf.



Kera-Ringe
, Crosslinking

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